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„Das kann sein," sagte Ravenswood stolz, „aber nichtEurem Vater, MißAshton, sondern meinen eigenen Bemühungenmöchte ich den Erfolg in der Laufbahn verdanken, in die ich zutreten gedenke, meine Voranstaltcn sind bereits gemacht — einSchwert und ein Mantel, ein kühnes Herz und eine rüstigeHand."
Lucie bedeckte ihr Gesicht mit den Händen, aber ihre Thrä-ncn drängten sich zwischen den Fingern hervor. „Verzeiht mir,"sagte Ravcnswood, indem er ihre rechte Hand faßte, die sieihm nach einigem Sträuben überließ, während sie fortfuhr,ihr Gesicht mit der linken zu bedecken, „ich bin zu schroff, zuhart, zu unbiegsam, um mit einem so sanften und lieblichenWesen, wie Ihr seid, zu verkehren. Vergesset, daß eine sofinstere Erscheinung Euren Lebenspfad durchkreuzt hat — undlaßt mich meine Straße ziehen, denn ich bin gewiß, daß mirnach der Trennung von Euch kein größeres Unglück mehr be-gegnen kann."
Lucie weinte fort, aber ihre Thränen waren weniger bit-ter. Jeder Versuch, den Ravensmood machte, ihr seinen Ent-schluß, abzureisen, zu erklären, war nur ein neuer Beweisseines Wunsches zu bleiben, bis er ihr endlich, anstatt Abschiedzu nehmen, das Gelübde ewiger Treue gab, und das ihrigedagegen empfing. Das Alles geschah so schnell, und entsprangso unmittelbar aus der Gewalt des Augenblickes, daß, ehenoch der Herr von Ravenswood über die Folgen dieses SchrittesNachdenken konnte, ihre Hände und jhre Lippen die Aufrichtig-keit ihrer Neigung bekräftigt batten.
„Und nun," sagte er, nach kurzer Uebcrlegung, „geziemt essich, daß ich mit Sir William Ashton spreche — er muß unserBündniß kennen lernen. Es soll nicht scheine», als ob Ravens-wood unter seinem Dache wohne, um heimlich die Liebe seinerTochter zu gewinnen."