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stolzen Nachfolgers Eures Vaters? — Wollt Ihr von seinerGnade leben — ihn auf dem Wege der Schliche und Ränkebegleiten, die Euch Niemand besser ausdeuten kann — die Knochenseines Raubes uagen, wenn er den bessern Theil verzehrt hat?— Könnt Ihr sprechen wie Sir William Ashton spricht —denken,wie er denkt — urtheilen, wie er nrthcilt — und kennt IhrEures Vaters Mörder Euren vcrehrungswürdigen Schwieger-vater und geschätzten Beschützer nennen? — Herr vonRavcns-wood, ich bin die älteste Dienerin Eures Hanfes und ich wollteEuch lieber im Leichentuch und im Sarge sehen!"
Die Unruhe in Ravenswoods Innerem war ungewöhnlichgroß; die Alte schlug an eine Saite, die er eine Zeit lang mitErfolg in Ruhe gelassen hatte. Hastig schritt er de» kleinenGarten auf und ab, und als er endlich inne hielt, und sichAlicen gerade gegenüber stellte, rief er aus: „Weib, wagt Ihr-es am Rande des Grabes, den Sohn Eures Herrn zu bluti-ger Rache anzuspornen?"
„Gott verhüte es!" sagte Alice feierlich, „und darum möchteich, daß Ihr dieses verhängnißvolle Bereich verließet, wo EureLiebe sowohl als Euer Haß Euch selbst und Andere mit Un-heil, wenigstens mit Unehre bedroht. Vermöchte es diese dürreHand, ich würde die Ashtons vor Euch und Euch vor ihnenund beide vor ihren eigenen Leidenschaften schützen. Ihr könntund dürft nichts mit ihnen gemein haben — Weg darum mitihnen, und wenn Gott Rache verhängt hat über das Hansdes Unterdrückers, seid Ihr wenigstens nicht das Werkzeug."
„Ich will es nicht vergessen, was Ihr gesagt habt, Alice,"sagte Ravenswood gefaßter. „Ich glaube, daß Ihr es treuund redlich mit mir meinet, doch Ihr treibt die Freiheit einerehemaligen Dienerin etwas zu weit. Jndeß lebt wohl, und