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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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milicn verhandelt worden waren, in Betäubung und Ver-wirrung zu sehen, da er mit Recht glaubte, daß cs für einenJüngling seines Alters schwer sein würde, den Darlegungeneines gewandten Rechtsgelehrten zu folgen.Ich werde so,"dachte Sir William,den Vortheil haben, völlig offenherzigzu erscheinen, während mein Gegner von Allem, was ich ihmsage, wenig Gewinn ziehen wird." Er nahm i» dieser AbsichtRavenswvod bei Seite in die Vertiefung eines Fensters derHalle, und nachdem er das Gespräch vom vergangenen Abendwieder angeknüpft hatte, drückte er die Hoffnung aus, daßsich sein junger Freund in Geduld fassen werde, um ihn ineine genaue und weitläufige Schilderung der unseligen Ver-hältnisse cingehcn zu lassen, über welche zwischen dem letztenLord von Ravenswvod und ihm Streit gewesen war. Ravens-wood wurde feuerroth, aber er schwieg, und der Lord Keeper,obwohl ihm der plötzliche stolze Ausdruck im Gesichte seinesZuhörers nicht gefiel, begann die Geschichte einer Schuldver-schreibung von zwanzigtausend Mark, die sein Vater dem LordAllan Ravenswvod geliehen hatte, nud war eben im Begriff,zu erklären, wie diese bedeutende Summe durch das exceu-torische Verfahren ein cleditnm funäi geworden sei, alö ihnRavenswvod unterbrach.

Es ist nicht an diesem Orte," sagte er,daß ich die Dar-stellung unserer Streitsachen von Sir William Ashton anhörenkann. Es ist nicht hier, wo mein Vater gebrochenen Herzensstarb, daß ich mit Anstand oder Gleichmut!) die Ursache seinesMißgeschickes erforschen könnte. Ich möchte Euch erinnern, daßich sein Sohn bin, und die Pflichten eines Wirthes vergessen-Eine Zeit wird jedoch kommen, wo diese Dinge an einemOrte besprochen werden sollen, der uns Beiden die gleiche Frei-heit gewährt, zu sprechen und zu hören."