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Leichenschmauses geräumt und einigermaßen in Ordnung ge-bracht. Aber all' seine Kunst und Mühe vermochte es nicht,diesen alten, kahlen Wänden, die wenigen noch vorhandenenMöbel vortheilhaft zu ordnen, ihren trüben und traurigenAnschein zu benehmen. Die engen, zu den Seiten mit tiefenNischen umgebenen Fenster schienen das heitere Tageslicht eherausznschiießen, als cinzulasscn, und die schwere, dunkle Ge-witterwolke vergrößerte noch die Finsterniß.
Als Ravenswood mit dem Anstande eines Ritters jenerZeit, jedoch nicht ohne eine gewisse Steifheit und Verlegenheitdie junge Dame an der Hand nach dem oberen Ende des Ge-maches führte, blieb der Vater derselben näher an der Thürestehen, gleich als wollte er sich seines Hutes und seines Mantelsentledigen. In diesem Augenblicke hörte man den Schall desThores; bei diesem Ton fuhr der Fremde auf, schritt eilignach dem Fenster, und blickte mit einem Ausdruck von Unruheauf Ravenswood, als er das Thor verschlossen und seine Dienerausgesperrt sah.
„Ihr habt nichts zu fürchten, Sir," sagte Ravenswood ernst,„dies Dach vermag es noch, Schutz zu verleihen, wenn auch keinenWillkomm. Jndeß," fügte er hinzu, „es ist Zeit, daß ich erfahre,wer die sind, die meine zerfallene Wohnung so hoch beehren."
Die junge Lady blieb still und ruhig, und der Vater, anden die Frage zunächst gerichtet war, schien in der Lage einesSchauspielers, der sich in einer Rolle versucht, für die er sichnicht geschickt fühlt, und der stecken bleibt, gerade wenn manam meisten erwartet, daß er reden sollte. Indem er seine Ver-legenheit durch äußere Zeichen des Anstandes zu verbergensuchte, und seine Verbeugung machte, schien cs, als ob er mitdem einen Fuß vorwärtsgehen und mit dem anderen davonlanfenwolle, — und als er den Kragen seines Mantels aufknöpfte,