von der Welt sei, und ich schwinge mich im Morast auf denSattel, che ich's sehe, daß der Boden weicht. Und Ihr, Herr,hätiet einen Mord — einen Tovtschlag begehen können, auslauter Ehrfurcht für Eures Vaters Gedächtniß."
„In Eurer Rede ist mehr Weisheit, Bucklaw," versetzte Ra-venswood, „als man von Eurem Lebenswandel erwartet hätte.Es ist nur zu wahr, unsere Laster schleichen sich in so schönerAußenseite bei uns ein, wie die der Dämone, welche der Aber-glaube mit dem Menschengeschlechts verkehren läßt, und manerkennt ihre natürliche Häßlichkeit nicht eher, bis man sie indie Arme geschlossen."
„Aber man kann sie von sich stoßen," sagte Bucklaw, „unddas will ich dieser Tage thun, — das ist, wenn die alte LadyGirnington stirbt."
„Habt Ihr nie das Wort jenes englischen Geistlichen gehört:„Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert?" — sagte Ravens-wovd — „das will sagen, daß man fle leichter faßt als ausführt."
„Gut," antwortete Bucklaw; „doch ich will noch in derheutigen Nacht beginnen, und nicht über ein Viertel Weintrinken, wenn nicht Euer Claret von außerordentlicher Güte ist."
„Ihr werdet in Wolf's Crag wenig Versuchung finden,"sagte Ravenswvod. „Ich weiß nicht, ob ich Euch mehr alsein Obdach zu versprechen habe, denn all' unser Wein undunser Vorrath sind bei der letzten Gelegenheit draufgegangen."
„Möchte es lange währen, ehe man zu etwas Aehnlichemden Vorrath nöth g hat," antwortete Bucklaw; „aber Ihrhättet nicht die letzte Flasche zu einem Grablied trinken sollen;es ist kein Segen dabei."
„Es ist, sck'eints mir, in Nichts Segen, was mich anlangt,"sagte Ravenswood. „Doch dort ist Wolf's Crag, und wassich daselbst vorfindet, steht Euch zu Diensten."