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„Ruhig, Bucklaw," sagte Craigengelt, seinem Gesellen, dereine beißende Antwort geben zu wolle» schien, in die Redefallend. „Der Herr von Ravenswovd ist durch irgend einenZufall in seinem Entschluß gestört worden; doch er muß Freun-den, die ihm so ergeben sind, wie Ihr und ich, die ängstlicheNeugierde verzeihen."
„Freunden! Capitain Craigengelt," versetzte Ravenswoodstolz; „ich weiß nicht, was für eine Vertraulichkeit zwischenuns Euch das Recht gibt, diesen Ausdruck zu gebrauchen. Un-sere Freundschaft besteht in nichts weiter, als daß wir über-eingekommen sind, zusammen Schottland zu verlassen, sobaldich das Stammschloß meiner Väter besucht, und eine Unter-redung mit dem derzeitigen Besitzer, ich will nicht sagen Eigen-thümer, gehabt haben würde."
„Sehr wahr, Herr," antwortete Bucklaw; „und da wirglaubten, daß Ihr etwas vor hattet, was Euren Hals auf'sSpiel setzte, so waren Craigengelt und ich so gefällig, auf Euchzu warten, obgleich dies für uns gefährlich hätte werden kön-nen. Was Craigengelt belangt, so hat dies nicht viel zu be-deuten, denn bei seiner Geburt schon war ihm der Galgenan die Stirn geschrieben; aber mich sollte cs nicht gelüsten,um eines fremden Mannes Sache willen durch ein solchesEnde meine Verwandtschaft zu entehren."
„Ihr Herren," sagte Ravenswood, „es thut mir leid, euchUngelegenheiten verursacht zu haben, jedoch ich muß mir meinRecht Vorbehalten, in meinen Sachen das Beste wählen zukönnen, ohne einem Andern darüber Rede zu stehen. Ich habemeinen Vorsatz geändert, und cs ist nicht mein Wille, dasLand jetzo zu verlassen."
„Das Land nicht zu verlassen!" rief Craigengelt ans. „Nichthinüberzugehen nach all' der Mühe und Auslage, die es michDie Braut von Lammermror. I. 7