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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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der Begleitung, dem der Verblichene in den letzten Jahrenfremd geworden war, zeigte sich jetzt an der Grenze desLandes der Vergessenheit, noch einmal wieder.

Banner auf Banner mit den verschiedenen Sprüchen undWappen dieses alten Geschlechts und seiner Seitenvcrwandtenkamen hinter einander in ernstem Zuge aus dem niedrigenBogengang des Hofes hervor. Der vornehmste Adel des Lan-des war in tiefer Trauer zugegen, und regelte den Schrittseiner Rosse zu einem der Feierlichkeit angemessenen Marsch.Trompeten, mit Florschleifen verziert, strömten ihre langege-haltenen, schwermuthsvollen Töne aus, die Bewegung desTrauerzngs zu lenken- Eine große Menge geringer Leidtra-genden und Diener bildete den Nachzng, der aus dem Burg-thor noch nicht ganz heraus war, als der Vorderzug schondie Kapelle erreicht hatte, wo der Leichnam beigesctzt werdensollte.

Gegen die Gewohnheit, ja gegen die Gesetze der Zeit wurdeder Leichnam von einem Priester der schottischen Episkopal-kirche empfangen, der mit seinem Chorhemd bekleidet, sich an-schickte, über dem Sarge des Verstorbenen die kirchlichen Tod-lengebete zn lesen. Solches war der Wunsch von Lord Ravens-wood in seiner letzten Krankheit, und die Tory-Edelleute undRitter, wie sie sich nannten, zn welcher die Meisten seinerVerwandten gehörten, erfüllten diesen Wunsch gerne. Diepresbyterianische Kirchenbehörde des Bezirks, welche diese Cere-monie als eine Verachtung ihrer selbst betrachtete, wandte sichan Lord Keeper, das nächste Mitglied des geheimen Rathes,um die Besugniß, die Ceremonie zu verhindern, so daß, alsder Geistliche sein Gebetbuch geöffnet hatte, ein Beamter, voneinigen Bewaffneten begleitet, ihm Stillschweigen gebot. EinSchimpf, der die ganze Versammlung entrüstete, war dem