Einleitung.
Bei einer früheren Gelegenheit*) hat es der Verfasser ver-mieden, die wahre Quelle anzugeben, woraus er den tragi-schen Stoff dieser Geschichte gezogen habe, weil dies, obwohldie Geschichte einer entlegenen Zeit angehört, vielleicht denNachkommen der Partieen unangenehm hätte sein können. Daer aber eine Erklärung der Umstände in den Noten zu Law'sDenkwürdigkeiten**) von seinem geistreichen Freunde CharlesÄirkpatrick Sharpe, Esq., und ebenfalls in den neugedrucktenGedichten des würdigen Mr> Symson, als Anhang zu der Be-schreib» ng von Galloway, der Quelle der Braut vonLammermoor, vorfindet; so glaubt der Verfasser, nun die Frei-heit zu haben, die Geschichte so zu erzählen, wie sie ihm vonBekannten, die jener Zeit nahe lebten, und die Familie derBraut genau kannten, mitgetheilt worden ist.
Es ist wohl bekannt, daß die Familie Dalrymple, die imLaufe zweier Jahrhunderte so viele Männer von Talent imCivil- und Militairfache und von Auszeichnung in der Litera-tur, der Politik und Industrie wie kein anderes Haus inSchottland hervorgebracht hat, ihren ersten Aufschwung nahmin der Person von James Dalrymple, eines der größten Rechts-gelehrten, die je gelebt haben, obwohl die Anstrengungen sei-
«) S. Einleitung zu den Jahrbüchern von Canongate.
**) 1,iUsmoeiaie, p. 22k.
Die Braut von Lammermoor. I.
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