„O, sie selbst wird ihr Bestes thun, wenn die Falken nichtdie Gebeine ihrer selbst abzufreffen bekommen; denn Ihr müßtwissen, Bruder, daß Clan Chattans Klauen sehr tief bohren."
„Auf diese Bedingung gehört die Rüstung Eurem Häupt-ling," sagte Harry; „aber ich will ihn vor König und Hofentehren, wenn er den Preis nicht zahlt."
„Keine Furcht, keine Furcht; ich selbst will ihn zum Kampfeführen," sagte Norman; „gewißlich."
„Ihr werdet mir einen Gefallen thun," erwiderte Harry;„und damit Ihr Eures Versprechens gedenken mögt, will ichEuch diesen Dolch schenken. Seht — wenn Ihr ihn gehöriggebraucht und zwischen Harnisch und Kragen Eures Feindessetzt, so wird der Wundarzt unnöthig sein."
Der Hochländer war verschwenderisch in seinen Danksa-gungen und nahm Abschied.
„Ich Hab' ihm den besten Harnisch gegeben, den ich jemachte," sagte der Schmied, seine Freigebigkeit fast bereuend,„und zwar für den armseligen Preis, daß er seinen Häupt-ling auf einen Kampfplatz mit mir bringen will; dann magKatharina dem gehören, der sie tapfer gewinnen kann. Abersehr fürcht' ich, der Jüngling wird einen Ausweg finden, ermüßte denn am Palmsonntag solches Glück haben, daß er ei-nen zweiten Kampf wagt. Das ist indeß eine Hoffnung;denn schon oft Hab' ich einen unreifen Burschen nach seinemersten Kampfe emporschießen sehen, von einem Zwerge zueinem Riesentödtcr."
So erwartete Harry mit wenig Hoffnung aber größterEntschlossenheit die Zeit, die sein Schicksal entscheiden sollte.Was ihn das Schlimmste besorgen ließ, war das Schweigendes Handschuhmachers und seiner Tochter. „Sie schämen sich,"sagteer, „mir die Wahrheit zu gestehen und daher schweigen sie."