je verfertigt hatten. Diese Uebung seiner Kunst gefiel ihmbesser, als irgend etwas Anderes, das er hätte treiben können,und diente ihm zur Entschuldigung dafür, daß er sich in seinerWerkstatt einschloß und die Gesellschaft mied, in welcher täglichmüßige Gerüchte umliefen, die ihn nur in Verlegenheit setzenund verwirren konnten. Er beschloß, auf Simons Achtung,auf die Treue seiner Tochter und die Freundschaft des Ober-richters zu vertrauen, der seine Tapferkeit im Kampfe mitBonthron so sehr lobte, und von dem er glaubte, er würdeihn in dieser äußersten Noth nicht verlassen, die Zeit gingjedoch Tag für Tag hin und erst als der Palmsonntag nahewar, gedachte Sir Patrick Charteris, da er wegen einiger An-ordnungen zu dem bevorstehenden Kampfe nach Perth gerittenwar, dem Schmied vom Wpnd einen Besuch zu machen.
Er betrat seine Werkstatt mit einer mitleidigen Miene,die ihm ungewöhnlich war und die Harry sogleich auf schlimmeNachricht gefaßt machte. Der Schmied erschrak und der er-hobene Hammer zögerte, auf das heiße Eisen zu fallen, wäh-rend der bewegte Arm, der ihn schwang, erst so stark wie dereines Riesen, so machtlos ward, daß Harry nur mit Mühedie Rüstung auf den Boden legen konnte, statt sie aus derHand fallen zu lassen.
„Mein armer Harry," sagte Sir Patrick, „ich bringe Euchnur kqlte Neuigkeiten — sie sind indeß ungewiß; und wennsie wahr, find sie von der Art, daß tapfere Männer, wie Du,sie sich nicht zu sehr zu Herzen nehmen dürfen."
„In Gottes Namen, Mylord," sagte Harry, „ich hoffe,Ihr bringt keine schlimmen Nachrichten von Simon Gloverund seiner Tochter?"
„Von ihnen selbst nicht," sagte Sir Patrick; „sie sind sicherund wohl. Aber was Dich betrifft, Harry, so sind meine