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Ich zieh' es daher vor, dem Altar meines Götzen einen neuenVerehrer in Dir zu geben, Katharina. Dies Stück Pergamentwird Dir den Weg zu meiner Kapelle zeigen, wo ich oft inder Stille gebetet habe. Ich hinterlasse Dir als ein Vermächt-niß die Götzenbilder, die sie enthält, blos weil ich Dich etwasminder hasse und verachte, als andere alberne Elende, die ichbisher Mitgeschöpfe zu nennen gcnöthigt war. Und nun fort!— Oder bleib' und sieh, ob das Ende des Quacksalbers seinLeben Lügen straft."
„Unsre Frau verhüt' es!" sagte Katharina.
„Nun," sagte der Arzt, „ich habe nur ein einzig Wortzu sagen, und jenes Edelmanns Herrlichkeit mag cs hören,wenn er will."
Lord Balvcnp näherte sich mit einiger Neugier; denn dieunerschrockene Entschlossenheit eines Mannes, der nie einSchwert geschwungen oder eine Rüstung getragen und vonPerson ein elender Zwerg war, schien ihm Etwas wie Zaube-rei zu sein.
„Ihr seht dies elende Werkzeug," sagte der Verbrecher,die silberne Feder zeigend. „Mittelst dieser kann ich selbst derMacht des schwarzen Douglas entgehen."
„Gebt ihm weder Tinte noch Papier," sagte Balvenyhastig, „er will einen Zauber schreiben."
„Nicht doch, mit Eurer Weisheit und Tapferkeit Erlaub-niß — hi, hi, hi! —" sagte Dwining mit seinem gewöhn-lichen Lachen, während er das Ende der Feder losschraubteund daraus ein Stück Schwamm oder etwas AehnlicheS, nicht
größer als eine Erbse, hervorzog. „Nun, merkt auf!-"
sagte der Gefangene und nahm es zwischen die Lippen. DieWirkung war augenblicklich. Er lag als Leichnam vor ihnen,die höhnische Verachtung aus dem Gesichte.