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„So wißt denn Alle," sagte Ramorny laut, „daß dieseredle Graf Briefe vom Herzog Albany und mir hat, ihm durchjenen feigen Ausreißer Buncle übergeben, — laßt ihn leugnen,wenn er's kann — welche die Entfernung des Herzogs vomHofe auf einige Zeit anrathen, sowie seine Gefangenschaft indiesem Schlosse."
„Aber kein Wort davon," erwiderte Douglas, ernstlächelnd, „daß man ihn in einen Kerker werfen sollte — ver-hungern — erdrosseln. — Fort mit den Elenden, Balveny,sie verderben Gottes Luft zu lange!"
Die Gefangenen wurden nach den Zinnen geschleppt. Aberwährend die Mittel der Hinrichtung zubereitet wurden, drückteder Apotheker einen so glühenden Wunsch aus, Katharinanoch einmal zu sehen, wie er sagte, zum Heil seiner Seele;daß das Mädchen in der Hoffnung, seine Hartnäckigkeit habesich noch in der letzten Stunde geändert, noch ein Mal hinaufging, um eine Scene zu sehen, vor welcher ihr Herz zurück-schauderte. Ein einziger Blick zeigte ihr Bonthron in gänz-liche, trunkene Fühllosigkeit versunken, Ramorny seiner Rüstungberaubt und umsonst bemüht, seine Angst zu verbergen, währender mit einem Priester sprach, um dessen Beistand er gebetenhatte, und Dwining als denselben unterwürfigen, demüthigen,kriechenden Burschen, wie sie ihn vorher gesehen hatte. Erhielt in der Hand eine kleine, silberne Feder, womit er aufein Stück Pergament schrieb.
„Katharina," sagte er, — „hi, hi, hi! — ich wünsche zuDir über die Natur meines religiösen Glaubens zu sprechen."
„Wenn das Deine Absicht ist, warum verlierst Du Zeitmit mir? — sprich mit diesem frommen Vater."
„Der fromme Vater," sagte Dwining, „ist hi, hi! —bereits ein Verehrer der Gottheit, welcher ich gedient habe.