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Sie gingen nach dem Gemach, wo der unglückliche Herzogvon Nolhsay angeblich gewohnt hatte; aber der Schlüssel warnicht zu finden und der Graf konnte nur Zutritt erlangen,indem man die Thür sprengte. Beim Eintritt entdeckte manden abgezehrten und schmutzigen Körper des Prinzen, wie inEile auf's Bett geworfen. Die Absicht der Mörder war offen-bar gewesen, den Leichnam so in Stand zu setzen, daß er einemlängst Gestorbenen ähnlich sehe; aber sie waren durch die Un-ruhe, die Louisens Flucht veranlaßt hatte, gestört worden.Douglas betrachtete den Leichnam des verführten Jünglings,dessen wilde Leidenschaften und Launen ihn zu dieser verhäng-nißvollen und vorzeitigen Katastrophe gebracht hatten.
„Ich hatte Beleidigungen zu rächen," sagte er-, „aberein Anblick wie dieser verbannt alle Erinnerung an Belei-digungen!"
„Hi, hi! — er hätte geordnet werden sollen," sagte Dwi-ning, „um Eurer Herrlichkeit mehr zu gefallen; aber Ihrkamt plötzlich über uns und eilige Herren verursachen schlech-ten Dienst."
Douglas schien nicht zu hören, was sein Gefangener sagte,so eifrig prüfte er die verfallenen und zerstörten Züge undsteifen Glieder des Leichnams vor ihm. Katharina, überwältigtvon Unwohlsein und Ohnmacht, erhielt endlich Erlaubniß, sichvon dem furchtbaren Anblick zurückzuziehen, und fand durchVerwirrung aller Art den Weg nach ihrem früheren Gemach,wo Louise, die indeß zurückgekehrt war, sie in die Arme schloß.
Die Untersuchungen DouglaS' schritten fort. Man fand,daß die starre Hand des Prinzen eine Haarlocke krampfhaftumfaßt hielt, an Farbe und Stärke dem kohlschwarzen verwor-renen Haar BonthronS gleich. So, obwohl Hunger das Werkbegonnen hatte, schien cs doch, daß Rothsay's Tod endlich durch