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Gewölbe, und als er sie wieder öffnete, sah er die scheußlicheGestalt eines Mannes, den er für todt.halten mußte. Ersank voll Entsetzen zurück. »Ich bin verurtheilt und ver-dammt!" rief er; „und der abscheulichste Teufel in den hölli-schen Regionen ist gesendet, mich zu quälen!"
„Ich lebe, Mylord," sagte Bonthron; „und damit Ihrleben und Euch des Lebens freuen mögt, so gefall' es Euch,aufzustehen und Eure Lebensmittel zu essen."
„Befreie mich von diesen Eisen," sagte der Prinz, — „er-löse mich aus diesem Kerker, — und, ein Hund wie Du bist,sollst Du der reichste Mann in Schottland sein."
„Gäbt Ihr mir das Gewicht Eurer Ketten in Gold," sagteBonthron, „ich möchte doch lieber das Eisen an Euch sehen,als selber den Schatz haben! — Aber blickt auf — Ihr wartgewohnt, ein gutes Mahl zu lieben — seht, wie ich für Euchgesorgt habe." Der Elende entfaltete mit teuflischer Freudeein Stück rohen Felles, worein das Bündel, das er untermArme trug, gewickelt war, und indem er das Licht darüberhin und her bewegte, zeigte er dem unglücklichen Prinzeneinen frisch vom Rumpfe gehauenen Stierkopf, was in Schott-land als sicheres Zeichen des Todes bekannt war- Er legteihn zu Füßen des Bettes oder vielmehr der Streu, woraufder Prinz lag. „Seid mäßig in Eurer Nahrung," sagte er;„es wird wahrscheinlich lange dauern, eh' Ihr ein anderesGericht bekommt."
„Sage mir nur eins, Elender," sagte der Prinz. „WeißRamorny um diesen Streich?"
„Wie wärest Du sonst hieher gelockt worden? ArmeSchnepfe, Du bist gefangen!" antwortete der Mörder.
Mit diesen Worten schloß sich die Thür, die Riegel hall-ten und der unglückliche Prinz blieb in Finsterniß, Einsamkeit