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„Ihr seid kühn, Katharina," sagte der Prinz; „aber wederals Ritter noch als Mann kann ich vermeiden, eine Ausfor-derung anzunehmen. Ich muß Euch lehren, wie gefährlichsolche Ausforderungcn sind."
Während er sprach, versuchte er seine Arme wieder um siezu legen; aber sie entwand sich der Umarmung und fuhr imnämlichen Tone fester Entschiedenheit fort:
„Meine Kraft, Mylord, ist eben so groß, um mich in ei-nem ehrenhaften Streite zu vcrtheidigen, als die Eurige seinkann, um mich in höchst unehrenhafter Absicht anzugreifcn.Beschämt nicht Euch und mich, indem Ihr cs zum Kampfekommen laßt. Ihr könnt mich durch Schläge betäuben oderBeistand rufen, um mich zu überwältigen; außerdem aberwerdet Ihr Euren Zweck verfehlen."
„Zu welchem Barbaren willst Du mich machen?" sagte derPrinz. „Die Gewalt, die ich brauchen mochte, ist keine andere,als welche Frauen entschuldigt, wenn sie ihrer Schwachheitnachgeben."
Er setzte sich in einiger Aufregung nieder.
„Dann bewahrt sie," sagte Katharina, „für jene Frauen,die solch' eine Entschuldigung wünschen. Mein Widerstandist der des entschlossensten Muthes, welcher je durch Ehrliebeund Furcht vor Schande eingeflößt ward. Ach, Mylord,könnt' es Euch gelingen, so würdet Ihr nur jedes Band zwi-schen mir und dem Leben zerreißen — zwischen Euch selbstund der Ehre. Ich wurde falsch hieher gelockt, durch welcheList, weiß ich nicht; aber müßte ich entehrt von hier Weggehen,so war' cs, um jedem Lande in Europa den Zerstörer meinesGlückes anzuzeigen. Ich nähme den Wanderstab in die Hand,und wo nur die Ritterlichkeit geehrt würde, oder SchottlandsName gehört worden wäre, da würde ich den Erben von