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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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schieden sind; sondern der verwaiste Theil redet auch im ge-wöhnlichen Gespräch von dem verlornen Gatten und, wasnoch befremdender ist, die Aeltern spielen oft auf die Stärkeund Schönheit des Kindes an, welches sie begraben haben.Die schottischen Hochländer scheinen die Trennung der Freundedurch den Tod als etwas minder Unbedingtes und Vollstän-diges zu betrachten, als wofür man in andern Gegenden siehält, und sie sprechen von den theuren Verwandten, die vorihnen in's Grab gesenkt wurden, als hätten sie eine langeReise angetreten, in der sie ihnen bald selbst folgen müßten.Das Leichenfest, welches eine allgemeine Sitte durch ganzSchottland war, wurde daher nach der Meinung derer, diedaran Theil hatten, bei der gegenwärtigen Gelegenheit nichtunschicklich mit den Festlichkeiten verbunden, welche die Erb-folge der Häuptlingschaft feierten.

Die Barke, die den Todten nur erst zu Grabe getragen,führte nun den jungen Mac Ja» zu seinem neuen Herrschersitz,und die Minstrels ließen ihre fröhlichsten Weisen ertönen, dasic kaum noch die schmerzlichsten Todtenlieder, als sie Gilchristzu Grabe begleiteten, gesungen hatten. Von der begleiten-den Flotille erschollen Töne des Triumphs und Jubels, stattder Klagetöne, welche eben noch den Wiederhall des Tay-Secs aufgestört hatten; und tausend Stimmen begrüßten denjugendlichen Häuptling, der auf dem Hintertheile des Schiffesstand, vollständig bewaffnet, in der Blüthe der Jugend,Schönheit und Kraft an der nämlichen Stelle, wo kaum vor-her seines Vaters Leichnam ausgestreckt lag, und umgebenvon triumphirenden Freunden, wie jener von verzweifelndenLeidtragenden. Ein Boot hielt ganz nahe bei dem Ehrenschiffder Flotille. Torquil von der Eiche, ein grauer Riese, warSteuermann, und seine acht Söhne, die alle größer als ein