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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
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»Still still, Vater Clemens!" antwortete der Hand-schuhmacher;wenn Du in dies Kapitel geräthst, so riechenDeine Worte nach brennendem Pech und diesen Duft lieb' ichnicht. Was Katharina betrifft, so muß ich mich benehmen,so gut ich kann, um den jungen Würdenträger nicht zu be-leidigen; aber es ist gut für mich, daß sie weit außer seinemBereich ist."

Dann muß sie in der That fern sein," sagte der Karme-liter.Und nun, Bruder Simon, da Du es für gefährlichhältst, mich und meine Meinungen anzucrkenncn, so muß ichallein mit meinen Lehren und den Gefahren gehen, die sie aufmich ziehen. Aber sollte Euer Auge, minder verblendet, alses jetzt durch weltliche Hoffnung und Furcht ist, je einen Blickauf ihn wenden, der bald von Euch gerissen sein kann, soerinnert Euch, daß Clemens Blair durch nichts als sein tie-fes Gefühl der Wahrheit und Wichtigkeit'der Lehre, die ervortrug, dazu gebracht werden konnte, dem Stolze der Mäch-tigen und Verhärteten entgegenzutreten, ja ihn herauszufor-dern, die Furcht des Argwöhnischen und Schüchternen aufzu-schrecken, in der Welt umher zu gehen, an der er keinen Theilhatte, und für wahnsinnig gehalten zu werden, weil er, womöglich, Gott Seelen gewinnen wollte. Der Himmel istmein Zeuge, daß ich Alles, was recht ist, thun will, um dieLiebe und das Gefühl meiner Mitmenschen zu gewinnen! Esist keine leichte Sache, von dem Würdigen als ein Angesteck-ter vermieden, von den Pharisäer» des Tages als ein Un-gläubiger verfolgt, mit Abscheu und Verachtung von demPöbel, der mich für einen Wahnsinnigen hält, dessen unglück-liches Ende er erwartet, angesehen zu werden. Aber mögenauch alle diese Uebel hundertfach vermehrt werden, das Feuerin mir darf nicht verlöschen, und die innere Stimme, die mich