lorenen Mann, ausqeworfen aus seiner irdischen Hülle, vor'SAngesicht seines Schöpfers zu senden?"
Der Handschuhmacher drehte sich um und es ward ihmnicht schwer, in dem alten Manne, der mit langem weißenBarte dicht neben ihm stand, an dem Hellen sanften Augeund der wohlwollenden Miene, den Karthäusermönch, VaterClemens, wiederzueikennen, der nicht inehr seine klösterlichenKleider trug, sondern in einen Friesmantel gehüllt war undeine Hochländermütze trug.
Man muß sich erinnern, daß der Handschuhmacher diesenMann mit einem aus Achtung und Mißfallen gemischten Ge-fühle betrachtete, — mit Achtung, die sein Verstand der Per-son und dem Charakter des Mönchs nicht versagen konnte,und mit Mißfallen, welches aus Vater Clemens' eigenthüm-lichen Lehren entstand, welche die Ursache der Verbannungseiner Tochter und seiner eigenen Bedrängniß waren. ESwar daher nicht mit dem Gefühle reiner Zufriedenheit, daß erden Gruß des Paters erwiderte, und er sagte auf die wie-derholte Frage, was er von dem Leichenbegängniß halte, dasauf so wilde Art vollzogen werde: — „Ich weiß nicht, meinguter Vater; aber diese Leute thun ihre Pflicht gegen denverstorbenen Häuptling nach der Gewohnheit ihrer Vorfahren.Sie wollen den Schmerz über den Verlust ihres Freundesausdrücken und ihr Gebet zum Himmel für ihn erheben, undwas mit gutem Willen geschieht, muß, wie mich dünkt, günstigausgenommen werden. Wäre es anders gewesen, so denk' ich, siewären schon längst zu etwas Besserem erleuchtet worden "
„Du täuschest Dich," antwortete der Mönch. „Gott hatsein Licht unter uns Alle gesendet, obwohl in verschiedenemMaße; aber der Mensch schließt absichtlich die Augen undzieht Finsterniß vor. Dies umnachtete Volk mischt mit dem