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Etwas wagen. Meine Verbindung mit Douglas gibt mireinigen Einfluß bei Majory, der Herzogin von Rothsay, seinerTochter, der vernachlässigten Gemahlin unseres leichtsinnigenPrinzen. Verlasse dich darauf, guter Glover, daß unter ihremSchutze Deine Tochter so sicher sein wird, als in einem ver-schanzten Schlosse. Die Herzogin lebt gegenwärtig zu Falk-land, einem Schlosse, das ihr der Herzog von Albany, demes gehört, zu ihrer Bequemlichkeit geliehen hat. Ich kannEuch kein Vergnügen versprechen, schönes Mädchen; denn dieHerzogin Majory von Rothsay ist eine unglückliche und dahermürrische, stolze und übcrmüthige Frau, die des Mangels ananziehenden Eigenschaften sich bewußt und daher eifersüchtig aufalle Mädchen ist, die diese besitzen. Aber sie ist ihrem Wortetreu, hat einen edlen Muth und würde den Papst oder Prä-laten in den Schloßgraben werfen lassen, wenn er eine Personunter ihrem Schutze verhaften wollte. Ihr werdet daherganz sicher sein, obwohl Euch Behaglichkeit fehlen mag."
„Ich habe keinen weitern Anspruch," sagte Katharina;„und tief fühle ich die Güte, die'mir so ehrenvollen Schutzzu gewähren bereit ist. Ist sie hochmüthig, so will ich micherinnern, daß sie eine Douglas ist und das Recht hat, so stolzals irgend eine Sterbliche zu sein — ist sie mürrisch, so willich bedenken, daß sie unglücklich ist — und ist sie über Gebührlaunenhaft, so will ich nicht vergessen, daß sie mich schützt.Bekümmert Euch nicht länger um mich, Mylord, wenn Ihrmich unter den Schuß der edlen Lady gebracht habt. — Aberdaß mein armer Vater dem wilden und gefährlichen Volkeausgesetzt sein soll!"
„Denke nicht daran, Katharina," sagte der Handschuh-macher; „ich bin so vertraut mit Holzschuhen und Farrenkraut,als hätte ich sie selber getragen. Ich fürchte nur, die ent-
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