30
dern zu verkehren, da wir durch jene Leute uns am raschestenmit den Mitteln versorgen können, unser Geschäft zum großenVortheil der Stadt zu betreiben. So habe ich viele Geschäftemit jenen Leuten gehabt, und ich kann es bei meiner Seligkeitversichern, daß Ihr nirgends billigere und ehrlichere Handels-leute findet, bei denen ein Mann leichter einen guten Pfennigerschwingen könnte. Ich habe zu meiner Zeit verschiedene weiteReisen in's Hochland gemacht, nur auf das Wort ihrer Häupt-linge, und nie traf ich ein seinem Worte treueres Volk, wennman es einmal dahin bringen kann, es für Einen zu verpfänden,und was den hochländischen Häuptling Gilchrist Mac Jan be-trifft, obwohl er rasch zum Todtschlag und feuersprühend gegendie ist, mit denen er in Todfehde begriffen ist, Keinen, dereinen ehrlichen und geradern Pfad ginge."
„Das ist mehr, als ich jemals hörte," sagte Sir PatrickCharteris. „Doch ich habe auch Etwas von den hochländischenBrauseköpfen vernommen."
„Sie zeigen eine andere und eine sehr verschiedene Gunstihren Freunden, als ihren Feinden, wie Eure Herrlichkeit sehenwird," sagte der Handschuhmacher. „Jndeß, sei dem wie ihmwolle, es gelang mir, Gilchrist Mac Jan in einer wichtigenSache zu dienen. Es ist etwa achtzehn Jahre her, daß derClan Quhele und der Clan Chattan in Fehde begriffen waren,wie sie überhaupt selten Frieden haben, und der erstcre eineNiederlage erlitt, die beinahe die Familie seines HäuptlingsMac Jan ausrottete. Sieben seiner Söhne fielen in und nachder Schlacht, er selbst mußte fliehen und sein Schloß wurdeeingenommen und den Flammen übergeben. Seine Gattin, diegerade der Niederkunft nahe war, floh in den Wald voneinem treuen Diener und seiner Tochter begleitet. Hier gebarsie in Kummer und Elend einen Knaben, und da der elende