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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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gesagt und fügte hinzu, sie liebte ihre Muhme nebst Allem,was zu Dir gehört, Simon."

Allerdings, Mylord, glaub' ich, daß die Aebtissin so vielAchtung für mich hegt, daß sie gern den Schuß meiner Toch-ter übernehmen würde, und dazu mein ganzes Hab und Gutin ihre Schwesterschaft. Wahrlich, ihre Zuneigung ist etwasanhänglicher Art, und würde ungern das Anvertraute, wederdie Tochter noch die Aussteuer, fahren lassen."

Der Ritter pfiff wieder bedenklich:Bei dem Thane's-Kreuz, Mann, das ist ein schwer zu windender Knaul. Abernie soll man sagen, das schönste Mädchen von Perth sei inein Kloster gesperrt worden, wie eine Henne in einen Käfig,während sie im Begriff ist, den kühnen Bürger Harry Wyndzu heirathen. Das soll man nicht erzählen, so lang' ichGürtel und Sporen trage und Oberrichter von Perth heiße."

Aber wie helfen, Mylord?" fragte der Handschuhmacher.

Wir müssen Alle unser Theil an der Sache nehmen.Wohlan, setzt Euch sammt Eurer Tochter sogleich zu Pferde.Ihr sollt mit mir reiten, und wir wollen sehen, wer Euchfinster anzublicken wagt. Die Forderung ist noch nicht gegenDich erlassen, und wenn sie einen Gerichtsboten nach Kin-sauns schicken, ohne Vollmacht von des Königs eigner Hand,so schwör' ich bei des rothen Räubers Seele! daß er seineSchrift fressen soll, Wachs und Pergament mit einander. ZuPferde! zu Pferde! und (sich an Katharina wendend, die soeben eintrat) auch Ihr, mein artiges Kind,

Zu Pferd und fürchtet Niemand'« Drohn,

Wer Chartres traut, ist sicher schon!"

Binnen zwei Minuten saßen Vater und Tochter zu Pferde,Beide auf des Oberrichters Weisung einen Pfeilschuß weit vor