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gehorchen, was ich zu Deiner Sicherheit zu empfehlen habe.Packe einige Kleider zusammen und was Du von Werth hast— auch nimm den Schlüssel zu meinem eisernen Kasten, denmir Harry Schmied gab, und theile das Gold, das Du darinfindest, in zwei Portionen, — stecke die eine in eine Börse fürDich und die andere in den ausgenähten Gürtel, den ich zumReisen machte. Damit find wir versorgt, wenn das Schicksaluns trennen sollte; dann möge der Himmel geben, daß derWirbelwind das welke Laub nehme und das grüne schone!Laß sogleich mein Pferd satteln und den weißen Zelter, denich gestern für Dich kaufte, in der Hoffnung, Dich nach derSt. JohnSkirche mit Mädchen und Frauen als eine so fröh-liche Braut reiten zu sehen, wie noch keine über die heiligeSchwelle ging. Aber das Geplauder hilft nichts. — Geh'und gedenke, daß die Heiligen denen helfen, die sich selbst hel-fen wollen. Kein Wort mehr — fort, sag' ich, — nur jetztkeinen Eigensinn. Der Steuermann läßt nur bei ruhigemWetter den Schiffsjungen mit dem Ruder spielen; aber beimeiner Seele, wenn der Wind heult und die Wellen steigen,steht er selber am Steuer. Fort; kein Widerspruch."
Während die schöne Katharina damit beschäftigt war, ihresVaters Aufträge zu besorgen, und der gute alte Handschuh-macher sich hastig ankleidete, wie ein Mensch, der im Begriffist, eine Reise anzutretcn, hörte man den Hufschlag eines Rossesin der engen Straße. Der Reiter war in seinen Reitmantelgehüllt, den Kragen aufgeschlagen, als wollte er den unternTheil des Gesichts verbergen, und die Mütze über die Stirngezogen, indeß eine große Feder das Gesicht von oben ver-deckte. Er sprang vom Pferde, und Dorothee hatte kaum Zeit,seine Frage zu beantworten, ob der Handschuhmacher in seinemZimmer sei, als der Fremde schon die Treppe bestiegen hatte,