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Reue wird nach ihrer Aufrichtigkeit angenommen werden; undobwohl Ihr ein Mann von blutigen Händen und grausamenHerzens gewesen, werdet Ihr doch durch die Bitten der Kirchein gehöriger Zeit aus den Flammen des Fegefeuers erlöstwerden."
Diese Zusicherungen waren mehr geeignet, den Schreckendes Schuldigen zu mehren, als zu mindern, da ihn Zweifelbeunruhigten, ob die für seine Rettung vom Tode angegebeneWeise gewiß auch wirksam sein möchte, so wie die Besorgniß,ob man sie auch zu seinen Gunsten in Anwendung bringenmöchte; denn er kannte seinen Herrn gut genug, um von derGleichgiltigkeit überzeugt zu sein, womit er Einen opfernwürde, der bei künftiger Gelegenheit ein gefährliches Zeugnißgegen ihn ablegen könnte.
Sein Loos war indeß besiegelt und es galt kein Entkom-men mehr. Sie näherten sich langsam dem verhängnißvollenBaume, der an einem Ufer des Flusses, etwa eine halbe (eng-lische) Meile von den Mauern der Stadt errichtet war; eineStätte, die erwählt war, damit der Leichnam des Elenden,der als Futter für die Raben hier bleiben mußte, aus derFerne in jeder Richtung gesehen werden konnte. Hier über-gab der Priester Bonthron dem Henker, der ihm auf die Leitersteigen half und allem Anschein nach den üblichen Formen desGesetzes gemäß verfuhr. Er schien eine Minute mit demTode zu ringen, hing aber bald still und leblos. Der Henker,nachdem er länger als eine halbe Stunde auf seinem Postengewartet, wie wenn er den letzten Lebensfunken erlöschenlassen wollte, verkündete den Bewunderern solcher Schauspiele,daß die Eisen für das beständige Aushängen des Leichnamsnicht in Bereitschaft wären und daß die Schlußceremonie, dieAusweidung und endliche Befestigung an den Galgen erst am