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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Es kommt mir nicht zu, über die Sache mit Eurer Hoheitzu streiten; sonst würde ich fragen, ob Ihr auch den fast ebensounwürdigen, obwohl minder blutigen Angriff auf das Hausin Cursewstreet leugnen wollt? Seid nicht böse mit mir,Neffe; aber fürwahr, Eure zeitweilige Entfernung vom Hofe,war' es auch nur, so lange sich der König in dieser Stadtaufhält, wo so großes Aergerniß gegeben worden, wird un-umgänglich gefordert."

Rothsap schwieg, als er diese Anrede vernahm, und denHerzog auf ganz eigenthümliche Weise anblickcnd, erwiderte er:Oheim, Ihr seid ein guter Jäger. Ihr habt Eure Netzesehr geschickt ausgestellt; aber Ihr würdet Euch trotzdem ge-täuscht haben, wenn der Hirsch nicht freiwillig hineingestürztwäre. Gott sei mit Euch, und mögt Ihr den Nutzen davonhaben, den Eure Maßregeln verdienen! Sagt meinem Vater,ich gehorche ihm. Mvlord Großconnetable, ich erwarteEuern Befehl, um Euch in Eure Wohnung zu begleiten. Daich einmal in Verwahrung sein muß, so hätte ich keinen freund-lichern und artigern Hüter wünschen können "

Nachdem sich so das Gespräch zwischen Oheim und Neffengeschlossen, zog sich der Prinz mit dem Grafen von Errolnach seinen Gemächern zurück; die Bürger, denen sie auf denStraßen begegneten, traten, wenn sie den Herzog von Rothsaperblickten, zur Seite, um der Nothwendigkeit zu entgehen, denzu grüßen, welchen sie jetzt auch als einen grausamen, nichtmehr blos leichtsinnigen Wüstling betrachten mußten. DesConnetables Wohnung nahm den Besitzer und seinen fürst-lichen Gast auf, Beide froh, die Straßen zu verlassen, abernicht zufrieden mit der Lage, die Beide im Hause sich gegen-über cinnchmen mußten.

Wir müssen zu den Schranken zurückkchren nach beendigtem