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Prinz; und sein Schwert ziehend, würde er seinen Verleum-der durchbohrt haben, hätte sich nicht der Großconnetable mitWort und That dazwischen gelegt.
„Eure Hoheit muß mir verzeihen, wenn ich mein Amt ver-walte — dieser Schuft muß den Händen des Henkers über-geben werden. Er darf nicht von einem Andern, am wenig-sten von Eurer Hoheit abgethan werden."
„Wie! edler Graf," sagte Albany laut und mit großer,wahrer oder angenommener Bewegung, „wollt Ihr den Hundlebendig von hier lassen, um der Leute Ohren mit falschenAnklagen gegen den Prinzen von Schottland zu vergiften?— Ich sage, haut ihn auf der Stelle in Stücke."
„Eure Hoheit wird mir verzeihen," sagte der Graf vonErrol; „ich muß ihn schützen, bis sein Urthcil vollzogen ist "
„Dann laßt ihn sofort wegschleppen," sagte Albany. —»Und Ihr, mein königlicher Neffe, warum fteht Ihr so starrvor Staunen? Ruft Eure Entschlossenheit zurück — sprecht mitdem Gefangenen — schwört — bezeugt bei Allem, was heiligist, daß Ihr nichts von dieser Schandthat wißt. — Seht, wiedie Leute einander anschen und heimlich flüstern. — Diese Lügebreitet sich wahrlich schneller aus als das Evangelium. —Sprecht zu ihnen, königlicher Vetter, gleichviel, was Ihr sagt,wenn Ihr nur standhaft im Leugnen seid."
„Wie, Sir," sagte Rothsay, aus seinem Schweigen desStaunens und der Betäubung emporfahrend und sich stolzgegen seinen Oheim wendend: „Wollt Ihr, daß ich mein könig-liches Wort gegen das eines verworfenen Ungeheuers verpfände?Laßt diejenigen, welche glauben können, der Sohn ihresSouveräns, der Nachkomme Bruce's sei fähig, dem Leben ei-nes armen Handwerkers einen Hinterhalt zu legen, laßt diesich des Gedankens freuen, des Schurken Rede sei wahr."