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„Mit Eurer Erlaubniß, mein König," antwortete SirPatrick, aufstehend, „diese Frau und diese unglücklichen Kin-der klagen bei Eurer Hoheit gegen Sir John von Ramorny,Ritter, daß durch ihn oder durch Jemand aus seinem Hauseihr vormaliger Gatte, Oliver Proudfute, Freier und Bürgervon Perth, in den Straßen der Stadt am Abend des Fasten-dienstags oder am Morgen des Aschermittwochs erschlagenwurde.
„Frau," erwiderte der König mit vieler Leutseligkeit, „Dubist sanft schon Deines Geschlechtes wegen und solltest geradedurch Deine Trauer barmherzig sein; denn unser eignes Un-glück sollte uns, — ja, ich glaube, macht uns wirklich gegenAndere barmherzig; Dein Gatte hat nur den Weg betreten,der uns Allen angewiesen ist."
„In diesem Falle," sagte die Wittwe, „muß sich meinKönig erinnern, daß cs ein kurzer und blutiger war."
„Ich gestehe, daß arg mit ihm verfahren ward. Aber daich unfähig war, ihn zu schützen, wie es allerdings meine kö-nigliche Pflicht war, so bin ich bereit zur Sühne, Dich unddiese Waisen zu unterstützen, und zwar so gut oder vielmehrbesser, als Ihr in den Tagen Eures Gatten lebtet; laß Dunur von dieser Anklage ab und gib keinen Anlaß, noch mehrBlut zu vergießen. Bedenke, ich lasse Dir die Wahl zwischenBarmherzigkeit und Rache, und die zwischen Fülle und Armuth."
„Es ist wahr, mein König, wir sind arm," antwortete dieWittwe mit unerschütterter Festigkeit; „aber ich und meineKinder werden uns eher mit den Thiercn des Feldes nähren,che wir um den Preis des Blutes meines Gatten leben. Ichverlange den Kampf durch meinen Kämpen, so wahr Ihr ge-gürteter Ritter und gekrönter König seid "
„Ich wußte, so würd' es kommen!" sagte der König leise