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Einundzwanzigstes Kapitel.
In Gottes Nomen, Schranken und Alles ist bereit;
So geht ans Werk. — Es schütze Gott das Recht!
Heinrich IV. Zweiter Theil.
Im nämlichen Rathssaale des Klosterpalastes der Domini-kaner saß König Robert mit seinem Bruder Albanp, dessenaffectirte Tugendstrenge und wirkliche List und Verstellung soviel Einfluß auf den schwachen Monarchen übten. Es warallerdings natürlich, daß ein Mann, der die Dinge selten inihren wirklichen Formen und Umrissen sah, sie aus dem Ge-sichtspunkte betrachtete, unter welchem sie ihm durch einenkühnen, listigen Mann gezeigt wurden, der das Vorrecht einerso nahen Verwandtschaft in Anspruch nahm.
Immer besorgt hinsichtlich seines irregeleiteten, unglück-lichen Sohnes, bemühte sich nun der König. Albany mit sichgleicher Meinung zu machen, indem er Rothsay von einer Theil-nahme an des Strumpfwirkers Tode freisprach in Bezug aufdie Andeutung, die Sir Patrick Chateris seiner Majestät des-wegen gegeben hatte.
„Dies ist eine unselige Sache, Bruder Nobin," sagte er,„ein höchst unseliger Vorfall, und wird wohl Zwist und Streitzwischen Adel und Volk hier anstiften, wie sie in vielen fernenLändern einander bekriegt haben. Mir ist nur Etwas darantröstlich, und das ist, daß Sir John Ramorny seine Entlas-sung aus dem Dienste des Herzogs von Rothsay erhalten hat,