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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Wynd, durch welche Harry früher Louisen begleitet hatte. Aberselbst diese verhältnißmäßig einsamen Gassen waren jetzt mitLeuten gefüllt, so allgemein war der Lärm. Katharina Glovcrdrängte sich durch sie, während diejenigen, welche sie bemerkten,einander ansahen und aus Mitleid mit ihrem Unglück denKopf schüttelten. Endlich stand sie, ohne bestimmtes Bewußt-sein ihrer Absicht, vor ihres Liebhabers Thür und klopfte an.

Die Stille, welche dem Schall ihres heftigen Klopfensfolgte, steigerte die Unruhe, welche sie zu dieser verzweifeltenMaßregel getrieben hatte.

Oeffne, öffne, Harry!" rief sie.Oeffne, wenn Dunoch lebst! Oeffne, wenn Du nicht Katharina Glover todtauf Deiner Schwelle finden willst!"

Während sie so wahnsinnig schrie, zu Ohren, die, wie mansie glauben lehrte, der Tod verschlossen hatte, öffnete der an-gerufene Liebhaber in Person eben noch zeitig genug, um diezu Boden Sinkende aufzufangen. Das Uebermaß freudigenEntzückens über ein so unerwartetes Ereigniß, kam nur demStaunen gleich, welches ihm verbot, Alles für wirklich zuhalten, sowie seiner Unruhe über die geschloffenen Augen, diehalboffene», bleichen Lippen, die völlige Abwesenheit der Farbeund das scheinbar gänzliche Stocken des Athems.

Harry war, trotz des allgemeinen Lärmes, welcher schonseit geraumer Zeit an sein Ohr gedrungen, daheim geblieben,fest entschlossen, sich nicht in Händel zu mischen, die er ver-meiden konnte; und nur in Folge eines Aufrufs von Seitendes Magistrats, dem er als Bürger gehorchen mußte, geschahes, daß er Schwert und Schild von der Wand genommenund im Begriff war, zum ersten Mal unfreiwillig zu gehen undden Dienst zu erfüllen, zu dem ihn seine Bürgerpflicht rief.

Es ist hart," sagte er,in alle Fehden der Stadt ge-