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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
109
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los

verschlägt, einen Oheim zu ermorden und den besten derVäter zu entthronen. Weil es aber doch mein Fehler so gutals der Deine ist, wenn ich mich in diesen Abgrund gesenkthabe, wäre eS ungerecht, daß Du allein dafür leidest. Abererneuere diese gehässigen Anträge nicht, bei Gefahr DeinesLebens! Denn ich verklage Dich bei meinem Vater, beimHerzog von Albany, bei ganz Schottland! Jedes Kreuz aufden Märkten der verschiedenen Städte wird dann ein Stückvon dem Leichnam des Verräthers tragen, der dem Thron-erben von Schottland solch schauderhaften Rath zu geben ge-wagt hat. Ich hoffe zu Deiner Ehre, daß das Fieber DeinerWunde und der berauschende Einfluß des Trankes, der aufDein krankes Gehirn wirkte, Dich diese Nacht über die ge-wöhnlichen Grenzen geführt hat."

Wirklich, Mylord," sagte Ramorny,wenn ich irgend Et-was gesagt habe, was Eure Hoheit so sehr aufbringen konnte,so muß es aus übermäßigem Eifer geschehen sein, gemischt mitSchwäche der Urtheilskrast. Gewiß werde ich am wenigstenunter allen Menschen ehrgeizige Pläne zu meinem eignen Vor-theil ersinnen. Ach! all' meine Aussichten sind ja nur, Lanzeund Sattel mit Brevier und Beichtstuhl zu tauschen. DasKloster zu Lindores muß den verstümmelten und verachtetenRitter von Ramorny aufnehmen, der dort Muße genug habenwird, über den Text nachzudenken:Vertraue keinem Fürsten."

Das ist ein kluger Vorsatz," sagte der Prinz,und er sollgewiß gefördert weiden. Ich dachte, wir würden uns nur auseinige Zeit trennen jetzt muß es für immer geschehen.Gewiß, nach einem solchen Gespräch, wie wir's hielten, ist esgerathen, daß wir getrennt leben. Doch das Kloster von Lin-LoreS oder welch anderes Haus Dich aufnimmt, soll von unsreich begabt und hoch begünstigt werden. Und nun, Sir