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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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105
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verpflichtet mich, Dich zu hören; Dein blutiger Stumpf istein Scepter, mir zu gebieten; sprich also, aber sei gnädig imGebrauch Deines Vorrechts."

Ich will kurz sein, sowohl meinet- als Euretwegen; inder That, ich habe nur wenig zu sagen. Douglas stellt sichsofort an die Spitze seiner Vasallen. Er will im NamenKönig Roberts dreißigtausend Grenzer versammeln, die er baldnachher in's Innere fuhren will, um zu verlangen, daß derHerzog von Rothsay seine Tochter wieder annehme, oder viel-mehr ihr den Rang und die Rechte seiner Gemahlin wiedercinräume. König Robert wird sich allen Bedingungen fügen,die den Frieden sichern können. Was wird der Herzog thun?"

Der Herzog von Rothsay liebt den Frieden," sagte derPrinz stolz; »aber er fürchtete nie den Krieg. Eh' er jenesstolze Weib an Tisch und Bett zuriicknimmt auf Befehl ihresVaters, so muß Douglas König von Schottland sein."

Sei dem so aber selbst dies ist die minder drängendeGefahr, vorzüglich da mit offener Gewalt dabei gedroht wird,denn der Douglas thut nichts im Geheimen."

Was ist das Drängendere, das uns zu dieser späten Stundewach hält? ich bin ein müder Mann, Du ein Verwundeter,und selbst die Kerzen schimmern, als wären sie unseres Ge-sprächs müde."

So sagt mir, wer ist es, der dies Königreich von Schott-land beherrscht?" sagte Ramorny.

Robert, der Dritte seines Namens," sagte der Prinz,die Mütze abnehmend, während er sprach;und mög' er langedas Scepter führen!"

Ja und Amen," antwortete Ramorny;aber wer führtden König Robert und schreibt fast jede Maßregel vor, dieder gute König ergreift?"