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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Gewiß nichts, was für einen Prinzen Schottlands unwür-dig oder unschicklich ist, wenn die blutbefleckten Jahrbücher unseresLandes die Wahrheit sagen; aber Etwas, was wohl die Nerveneines Fürsten der Gaukler und Narren erschüttern dürfte."

Du bist streng, Sir John Ramorny," sagte der Herzogvon Rothsay mit dem Ausdrucke des Mißfallens;aber Duhast ein Recht, uns zu tadeln, theuer durch den Verlust er-kauft, den Du in unserem Dienste erlitten."

Mylord von Rothsay," sagte der Ritter,der Arzt, derdiesen verstümmelten Stumpf verband, sagte mir, je mehr ichden Schmerz seines Messers empfände, um so stärker sei dieHoffnung auf Heilung. Ich werde daher nickt anstehen, EureGefühle zu verletzen, weil ich dadurch Euch zu einer Einsichtbringen kann, die nothwendig für Eure Sicherheit ist. EureHoheit ist zu lange der Zögling fröhlicher Thorheit gewesen;Ihr müßt jetzt männlicke Klugheit annehmen oder wie einSchmetterling zermalmt werden im Schooße der Blume, ander Ihr Euch weidet."

Ich glaube Eure Sittenlehren zu kennen, Sir John; Ihrseid der fröhlichen Thorheit müde, die Geistlichen nennensie Laster, und Ihr sehnt Euch nach einem etwas ernsterenVerbrechen. Nun, ein Mord oder ein Blutbad würde denGeschmack der Ausschweifungen erhöhen, wie der Geschmack derOlive den Wein würzt; aber meine schlimmsten Thaten sindnur lustige Schelmerei; mich freut ein blutiger Handel nicht,und cs empört mich, zu sehen oder zu hören, selbst wenn ernur in Betreff des gemeinsten Sklaven geübt wurde. Sollteich je den Thron einnehmen, so werd' ick wahrscheinlich, wiemein Vater vor mir, meinen eigenen Namen aufgeben undmich zu Ehren des BruceRobert" nennen nun, und wenndies geschieht, so soll jeder Schotte seine Flasche in der einen