io«
er von der Strafe (die ihm gar nicht unangenehm) einerzweiten Kürbißflasche Weins rettete, nachdem der rohe Menschdie erste verschlungen hatte, ohne eine sichtbare Aenderungseines Betragens zu zeigen.
„Eviot," sagte der Prinz, „laß mir die Bestie nicht zunahe kommen. Meine Seele schaudert vor ihm zurück vorFurcht und Ekel; in seinen Blicken ist etwas meiner NaturFremdes und ich bebe davor, wie vor einer widerlichen Schlange,vor welcber ein innerer Trieb zuruckdrängt"
„Erst hört ihn sprechen, Mylord," antwortete Ramorny;„spräche nicht ein Weinrausch, so könnte Niemand wenigerWorte brauchen. — Bist Du an ihn gekommen, Bonthron?"
Der Wilde erhob seine Art, die er noch in der Hand hieltund senkte sie mit der Schneide abwärts.
„Gut. Wie erkanntest Du Deinen Mann? — Ich höre,daß eine finstere Nacht ist."
„An Gesicht und Stimme, Kleidung, Gang und Pfeifen."
„Genug, geh' fort! — und, Eviot, laß ihn Gold undWein haben, um sein viehisches Verlangen zu befriedigen. —Geh' fort! — und geh' Du mit ihm."
„Und wessen Tod ist erfolgt?" sagte der Prinz, befreitvon dem Gefühle des Abscheu's und Ekels, worunter er litt,so lange der Mörder da war- „Ich hoffe, das ist nur einScherz? Sonst muß ich es eine voreilige und grausame Thatnennen. Wem ward das bittere Loos, durch den blutigenund wilden Sklaven hingeschlachtet zu werden?"
„Ein wenig Besserer, als er selbst," sagte der Kranke; „einelender Handwerker, dem indeß das Schicksal die Macht gab,Ramorny zu einem verstümmelten Krüppel zu machen — einFluch folge seiner schlechten Seele! — Sein elendes Leben istfür meine Rache nur, was ein Tropfen Wasser für einen Ofen