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bei Dir, Oliver Proudfute, der, wenn Du nicht so Einerbist, wie er, doch dafür gehalten sein möchte. Aber — "„Ei, nehmt die Sache nicht so ernstlich," sagte Oliver,der zu erwägen begann, welches Unheil sein Geschwätz wahr-scheinlich für seinen Freund anstiften mußte und welche FolgenHarry GowS Mißfallen haben werde, wenn er hinter die Er-öffnung käme, die er mehr aus Herzensalbernheit, als in bö-ser Absicht gemacht hatte- „Bedenkt," fuhr er fort, „daßsolche Thorheiten der Jugend zuzuschreiben sind. Gelegenheitreizt die Menschen zu solchen Vergehungen und das Geständ-niß wird sie auslöschen. Ich scheue mich nicht, Dir zu sagen,daß, obwohl mein Weib eine so hübsche Frau ist, als dieStadt nur eine hat, ich doch selber — "
„Still, thörichter Prahler!" sagte der Handschuhmacherhoch erzürnt; „Deine Liebschaften und Deine Schlachten sindbeide gleich apogryphisch. Wenn Du einmal lügen mußt, waö,wie mich dünkt, in Deiner Natur liegt, kannst Du nicht wenig-stens eine Lüge erfinden, die Dir Ehre macht? Glaubst Dunicht, daß ich in Dein Herz sehe, wie ich das Licht durch dasHorn einer schlechten Laterne sehe? Glaubst Du nicht, daßich weiß, Du elender Weber schmutzigen Garns, wie Du nichtmehr wagtest, durch Deine eigne Thür zu gehen, wenn DeinWeib gehört hätte, wessen Du Dich rühmst? Daß Du nichtden Muth hättest, Dein Schwert mit einem zwölfjährigenKnaben zu kreuzen, der das seine zum ersten Mal in seinemLeben zöge? Bei St. John, es hieße Euch für die MüheEurer Klatschereien zahlen, Deinem Weibe die Kunde Deinerlustigen Streiche zuzuschicken."
Der Strumpfwirker fuhr bei dieser Drohung zusammen,wie wenn em Armbrustbolzcn, da er's am wenigsten erwartete,an seinem Kopfe vorbeigepfiffen wäre. Mit zitternder Stimme