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kann mich wenig kümmern, wenn sie nur Dich, thenerstes Kind,unverletzt entkommen lassen."
„Wir haben," erwiderte das Mädchen von Perth, „durch-aus nichts Uebles für uns zu fürchten, und hier kommt Co-nachar, uns dessen zu versichern."
Doch während sie dies sagte, traute sie fast ihren Augennicht, so verändert war Benehmen und Aufzug des hübschen,stattlichen und fast prächtig gekleideten Jünglings, der, gleicheinem Rehbock, von einer beträchtlichen Felshöhe niedersprin-gend, so eben vor Katharinen erschien. Seine Kleidung warvon demselben Stoffe, wie die der andern Hochländer, von denenwir soeben sprachen, aber am Hals und den Ellbogen durchein Halsband und Armringe von Gold befestigt. Sein Harnischwar glänzend wie Silber polirt, die Arme mit Schmuck bela-den, die Mütze, außer der Adlerfeder, die den Häuptling be-zeichnete, mit einer goldenen Kette geschmückt, die mehrmalsum sie herumlief und an einer mit Perlen besetzten Agraffe be-festigt war. Die Schnalle, die den Tartanmantel oder Plaid,wie man es jetzt nennt, über der Schulter festhielt, war ausGold künstlich gearbeitet. Er hatte keine andern Waffen, alseinen kleinen, tannencn Stab mit zurückgebogener Spitze inder Hand. Sein Gang und Benehmen, sonst Mißmuth undKummer ausdrückend, den ihm seine Erniedrigung machte,zeigte jetzt seine Kühnheit, seine Anmaßung und seinen Stolz.Er blieb mit einem selbstgenügsamen Lächeln vor Katharinenstehen, als wär' er sich seines verbesserten Aeußern wohlbe-wußt, und wartete, bis sie ihn erkennen wurde.
„Conachar," sagte Katharina, die diesen Zustand zu un-terbrechen wünschte, „sind das Deines Vaters Leute?"
„Nein, schöne Katharina," erwiderte der junge Mann,„Conachar ist nicht mehr, außer in Hinsicht des Unrechts, das