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Katharina hatte ihr Haupt erhoben, um zu antworten,und bat den alten Mann, dessen Dcmüthigung sie schmerzte,sich zu trösten, als ihre Augen auf einem Gegenstand in ihrerNähe haften blieben. Unter den Felsstücken, die den einsamenOrt umgaben, lagen zwei einander so nahe, daß sie einst eineinziger Stein gewesen und durch heftigen Sturm oder Erdbebengetrennt worden zu sein schienen. Zwischen ihnen sah man eineetwa vier Fuß breite Oeffnung unter Steinmaffen. Eine Eichewuchs aus dieser hervor und zeigte so phantastische Gestalten,als die Pflanzenwelt nur hervorzubringen vermag. Die Wur-zeln hatten sich in tausend verschiedenen Richtungen hervorge-drängt und suchten in den Felsenspalten die nöthige Nahrung;ihre ungleichen Windungen boten denselben Anblick dar, wiedie ungeheuren Schlangen des indischen Jnselmeeres. In demAugenblick, als Katharinens Blicke auf dieses seltsame Gewirrvon Zweigen und Wurzeln fielen, bemerkte sie plötzlich zweiAugen, so funkelnd, wie die eines wilden Thieres. Sie schau-derte zusammen und zeigte den Gegenstand mit dem Fingerihrem Gefährten, ohne zu sprechen. Als sie aufmerksam hin-sah, entdeckte sie einen buschigen Bart und rothes Haar, dievorher hinter dem Gestrüpp versteckt gewesen.
Als er sich beobachtet sah, trat der Hochländer, denn einsolcher war es, aus seinem Schlupfwinkel hervor. Es war einMann von riesigem Wuchs, gehüllt in einen roth, grün undviolett gewürfelten Plaid, worunter er eine Jacke von Büffelhauttrug. Bogen und Pfeile hingen ihm über die Schultern, seinHaupt war unbedeckt, welchem ein buschiges Haar, dessen ver-worrene Locken den Flechten der Irländer gliche», statt derMütze diente. Am Gürtel hing Schwert und Dolch, und inder Hand trug er eine dänische Streitaxt, die in neuerer ZeitLochaberaxt genannt ward- Ihm folgten aus dem natürlichen