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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
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Des Königs Unentschlossenheit, die selbst an Furchtsamkeitgrenzte, hinderte ihn nicht, äußerlich das für seine Stellunggeziemende Benehmen zu zeigen. Blos wenn er hart bedrängtward, wie bei dem letzten Auftritt, verlor er seine scheinbareFassung. Ueberhaupt konnte er wohl von seinen Plänen abge-lcnkt werden, aber selten von seinem würdevollen Betragen.Er empfing Albany. Douglas, March und den Prior (die übel-gewählten Glieder seines buntzusammengesetzten Rathes) miteiner Mischung von Artigkeit und Hoheit, die jeden hochmüthi-gen Pair erinnerte, daß er vor seinem Monarchen stand undihn zu gebührender Ehrerbietung nöthigte.

Nachdem er ihre Grüße angenommen, bedeutete sie derKönig, sich zu setzen, und sie gehorchten soeben seinem Befehl,als Rothsay eintrat. Mit Anstand trat er zu dem Vater hinund, auf dessen Fußschemel kniend, erbat er sich seinen Segen.Robert versuchte mit einer Miene, unter welcher Zärtlichkeitund Kummer schlecht versteckt waren, ei» vorwurfsvolles Ge-sicht zu zeigen, als er die Hände auf des jungen Mannes Hauptlegte und mit einem Seufzer sagte:Gott segne Dich, meinleichtsinniger Sohn, und mache Dich in künftigen Jahren zueinem weiseren Manne! '

Amen, mein theuerster Vater!" sagte Rothsay mit einemso gefühlvollen Tone, wie er ihn oft in seinen besseren Augen-blicken hören ließ. Dann küßte er die königliche Hand mit derEhrfurcht eines Sohnes und Umerthans, und statt einen Platzam Rathstische einzunehmen, blieb er hinter des Königs Stuhlin einer solchen Stellung, daß er, wenn er wollte, dem Kö-nig in's Ohr flüstern konnte.

Der König gab zunächst dem Prior von St. Dominikusein Zeichen, seine Stelle an der Tafel einzunehmen, auf wel-cher Schreibmaterialien lagen, die von allen anwesenden Unter-