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ihrer auffallenden Kleidung, als die Zeit gestattete, in das Körb-chen gelegt, welches zuvor ihren gewöhnlichen Anzug enthielt.
Der Mönch entriegelte sogleich eine Thur, welche in's Freieführte. Sie befanden sich in dem Garten, der das Kloster derDominikaner umgab. „Das südliche Thor ist nur verriegeltund Ihr könnt unbemerkt hindurch," sagte der Mönch. „Gottsegne Dich, mein Sohn; und er segne auch Dich, unglücklichesKind. Gedenke, wo Du Deine eitlen Gewänder ablcgtest undhüte Dich, sie je wieder anzuthun!"
„Ach, Vater!" sagte Louise, „könnte die arme Fremde dieeinfachen Bedürfnisse des Lebens durch eine ehrenvollere Be-schäftigung gewinnen, so möchte sie gern dieser eitlen Kunstentsagen. Aber-"
Aber der Mönch war verschwunden, ja, dieselbe Thür,durch die sie eben gekommen, schien auch verschwunden zu sein,so merkwürdig war sie durch einen beweglichen Pfeiler, wieunter den reichen gothischcn Mauerzierrathen versteckt. „Hierist nun freilich ein Weib durch die geheime Thür hcrausge-laffen," dachte Harry. „Gebe 'der Himmel, daß die gutenVäter keines wieder einlaffen. Der Ort scheint ganz geeig-net zum Versteckcnspielen. — Aber, Benedicite, was ist nunzu thun? Ich muß die Dirne so geschwind als möglich los-werden und ich muß sie in Sicherheit bringen. Denn magsie eigentlich sein, wie sie will, sie sieht zu sittsam aus, nun-mehr sie ehrbare Kleidung trägt, als daß sie die Mißhand-lung des wilden Schotten von Galloway oder die der Teu-felslegion von Liddell verdienen sollte."
Louise stand da, als wartete sie, welchen Weg Harry sieführen werde. Ihr kleiner Hund, erleichtert durch den Wechselder dunkeln unterirdischen Wölbung mit der freien Luft, sprangin wilden Sätzen durch die Gänge und hüpfte an seiner Ge-