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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Mein König," rief er,es wird immer besser. DieSängerin hat nicht nur das Ohr des Prinzen von Schottlandeingenommen, wie das jedes Knechtes und Reiters im Hofe,sondern sie hat auch die Aufmerksamkeit des schwarzen Douglasgefesselt, den wir noch nicht als Bewunderer der fröhlichenKunst kannten. Aber wahrlich, mich wundert seine Uebcr-raschung nicht, denn der Prinz hat die schöne Künstlerin vonLaute und Gesang mit einem Beifallskusse belohnt."

Wie?" rief der König,treibt David von Rothsay Pos-sen mit einer Sängerin und in Gegenwart des Vaters seinesWeibes? Geht, mein guter Vater Abt, ruft den Prinzensogleich hierher. Geht, mein theuerster Bruder" und alsBeide das Gemach verlassen hatten, fuhr der König fort:geht, guter Vetter von March das wird Unheil geben,ich bin deß gewiß. Ich bitt' Euch, geht, Vetter, und unter-stützt des Herrn Priors Bitten mit meinem Befehl."

Ihr vergeßt, mein König," sagte March im Tone einesschwer beleidigten Mannes,daß der Vater Elisabeths vonDunbar ein unpassender Vermittler zwischen Douglas undseinem königlichen Schwiegersohn wäre."

Ich bitt' Euch um Verzeihung, Vetter," sagte der sanftealte Mann;ich gestehe, es ist Euch ein Unrecht geschehenaber mein Rothsay wird ermordet werden ich muß selbergehen"

Als er sich aber hastig von seinem Stuhle erhob, that derarme König einen falschen Tritt, stolperte und fiel hart, aufeine solche Weise auf den Boden, daß sein Haupt gegen dieEcke des Stuhles stieß, den er verlassen, und er ward eineMinute lang ohnmächtig. Der Anblick dieses Unfalls über-wältigte sogleich March's Zorn und machte sein Herz weich.Er eilte zu dem gefallenen Monarchen, half ihm wieder auf