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verlangend, daß die Leute, die sich vergangen, ihnen ausgelie-fert werden sollten. Ich fürchtete, ihr wilder Lärm möchteEw- Majestät Ruhe stören und Euch in Schrecken setzen."
„Meine Ruhe hätte gestört werden können," sagte der Mo-narch; „aber daß das Geschrei mich erschreckt hätte—ach! ehr-würdiger Vater, in Schottland gibt cs blos einen Platz, woder Schrei des Opfers und die Drohungen des Unterdrückersnicht gehört werden — und der, Vater, ist — das Grab."
Der Prior stand in ehrerbietigem Schweigen, die Gefühledes Monarchen theilend, dessen Herzenssanftmuth so schlechtmit dem Zustande und den Sitten seines Volkes übereinstimmte-„Und was ward aus den Flüchtlingen?" fragte Robert,nachdem er eine Minute geschwiegen.
„Sic wurden, Sire," sagte der Prior, „vor Tagesanbruch,wie sie wünschten, entlassen; wir schickten vorher hinaus, umgewiß zu sein, daß kein Hinterhalt ihrer Feinde in der Nähesei, und darauf zogen sie ihres Weges in Frieden-
„Ihr wißt nicht," forschte der König, „wer die Männer wa-ren, oder warum sie Zuflucht bei Euch suchten?"
„Der Grund," sagte der Prior, „war ein Streit mit denBürgern der Stadt; aber wie er entstand, ist uns nicht be-kannt. Der Brauch unsers Hauses ist, vierundzwanzig Stun-den hinter einander Zuflucht im Heiligthum St. Dominikuszu gewähren, ohne daß währenddem an die Unglücklichen eineFrage gerichtet würde, wer dort Schutz suche. Wenn sie län-gere Zeit zu bleiben wünschen, muß der Grund ihrer Fluchtzur Freistätte ins Klosterbuch eingetragen werden; und, Preissei unserm Heiligen, viele Personen entkamen der Schweredes Gesetzes durch diesen zeitweiligen Schuß, die wir, wennwir den Charakter ihrer Verbrechen wußten, wohl selbst ihrenVerfolgern pflichtgemäß hätten ausliefern müssen."