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nicht gegen ihn zu zeugen am schrecklichen Tage des jüngstenGerichts."
„Wohl, guter Prior — wohl — genug davon für diesmal.Der heilige Stuhl soll, Gott geb' es, nicht Ursache haben, sichüber mich zu beklagen. Ich nehme unsre liebe Frau zum Zeu-gen, daß ich nicht um die Krone, die ich trage, die Bürdeauf mich nehmen möchte, unsere Mutter Kirche zu beleidigen.Wir fürchteten immer, daß der Graf von Douglas seine Blickezu sehr auf den Ruhm und die zeitlichen Güter dieses ver-gänglichen und flüchtigen Lebens richte, um überhaupt die An-sprüche zu kennen, welche die künftige Welt an uns hat."
„Es ist nicht lange her," sagte der Prior, „daß er sich miteiner Schaar von tausend Gefährten im Kloster von Aberbrot-hock Quartier erzwang, und der Abt ist genöthigt, ihn mitAllem für Roß und Mann zu versorgen; der Graf nennt dieseine Uebung der Gastfreiheit, die er mit Recht von einer Stif-tung erwarte, zu welcher seine Vorfahren beigetragen hätten.Gewiß, besser wäre cs, dem Douglas seine Ländereien zurück-zugeben, als solche Erpressung zu dulden, welche mehr derunbändigen Zügellosigkeit eines hochländischen Räubers gleicht,als dem Benehmen eines christlichen Barons."
„Die schwarzenDouglafse," sagte der König mit einem Seuf-zer, „find ein Geschlecht, welches keinen Widerspruch hören mag.Aber, Vater Prior, ich bin vielleicht selber so ein Zudringli-cher; denn ich bin schon lange bei Euch gewesen, und meineGefährten, obwohl nicht so zahlreich wie jene des Douglas,find trotzdem ihrer genug, um Euch mit ihrem täglichen Un-terhalt zu belästigen. Und obwohl unser Befehl ist, EurenAufwand so viel als möglich zu erleichtern, so wäre es doch,wenn wir Euch belästigen, gerathen, uns cnolich zu entfernen."
„Nun, das verhüte unsre liebe Frau!" sagte der Prior,