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reichend in der Gunst unsrer heiligen Mutter Kirche stehe, ummich ihren gehorsamen Sohn zu nennen?"
„Gewiß, mein König," sagte der Prior; „wollte Gott,daß all' ihre Kinder zum Sakrament der Beichte ein eben solebendiges Bewußtsein ihrer Fehler brächten, und eben so vielguten Willen, sie abzubüßen. Aber ich spreche diese tröstlichenWorte, Sire, nicht zu Robert, dem König von Schottland,sondern nur zu meinem demüthigen und andächtigen Beicht-kinde, Robert Stuart von Carrick."
„Jhrüberrascht mich, Vater," antwortete der König. „MeinGewissen macht mir wenig Vorwürfe für das, was ich inmeinem königlichen Berufe gethan, denn ich pflege dabei we-niger meiner eigenen Meinung, als der Stimme der weise-sten Näthe zu folgen."
„Eben darin liegt die Gefahr, mein König," erwiderteder Prior. „Der heilige Vater erkennt in jedem Worte, je-dem Gedanken, jeder Handlung bei Euch den gehorsamenDiener der heiligen Kirche- Aber es gibt schlimme Räthe, dieder Eingebung ihrer schlechten Herzen folgen, während fie dieGüte und Lenksamkeit ihres Monarchen mißbrauchen, und un-ter dem Scheine, seinen zeitlichen Interessen zu dienen, Schrittethun, die seinem ewigen Wohle nicht förderlich sein können."
König Robert erhob sich in seinem Stuhle und nahm einegebietcndere Miene an, die er, obwohl sie ihm znkam, seltenzu zeigen pflegte.
„Prior Anselm," sagte er, „wenn Ihr in meinem Beneh-men Etwas entdeckt habt, sei es in meinem königlichen oderin meinem Stande als Privatmann, was solchen Tadel nach,sich ziehen kann, wie Eure Worte andeutcn, so ist es EurePflicht, offen zu sprechen, und ich befehle Euch, so zu thun."
„Mein König, es soll Euch gehorcht werden," antwortete