Weiß ich, wie diese Ding' ich schlichten soll.Die so verworren sich mir nufgedrnngt —Nimmer, glaubt mir —
Richard II.
ES war kurz nach Mittag am St. Valentinstag, als derPrior der Dominikaner in seinem Berufe als Beichtiger be-schäftigt war, und zwar vor einem Beichtenden von nicht ge-ringemAnsehcn- Dieser warein ältlicherMann von gutemAcußern,blühende Gesundheit ruhte auf seinem Gesicht, welches ein ehr-würdiger weißer Bart umzog, der bis auf die Brust nieder-hing. Die großen und klaren blauen Augen, mit der hohen,breiten Stirn^ drückten Würde aus; aber sie war von einerArt, daß sie mehr gewohnt schien, freiwillige Huldigungen zuempfangen, als sie, im Fall der Weigerung, zu erzwingen.Der gutmüthige Ausdruck war so groß, daß er fast eine Ein-falt oder Charakterschwäche anzudeuten schien, die ihn unfähigmachte, Zudringlichkeit zurückzuweisen oder Widerstand zu be-wältigen- Auf seinen grauen Haaren ruhte ein kleiner goldenerKranz oder eine Krone über einer blauen Binde. Sein Rosen-kranz bestand aus dicken, ziemlich plump gearbeiteten goldenenKügelchen, war aber mit schottischen Perlen verziert, die sichdurch Größe und Schönheit auszeichneten. Außerdem trug erkeinen Schmuck, und seine ganze Kleidung bestand aus einemlangen Gewand von karmoisinrother Seide und einem Gürtelvon derselben Farbe. Nachdem er gebeichtet, erhob er sich nichtohne Mühe von dem gestickten Kiffen, worauf er gekniet hatte,