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Harry verließ, sich von Katharina verabschiedend, auf ihresVaters Ruf das Gemach. Gewiß war es für ihr künftigesfreundschaftliches Verhältniß günstig, daß sie jetzt schieden, beieiner Wendung, welche das Gespräch wahrscheinlich hätte neh-men müssen. Denn wie der Bewerber begonnen hatte, dieWeigerung des Mädchens für launenhaft und unerklärlich zuhalten nach fester Ermuthigung, die sie, wie er glaubte, ge-währt hatte, so betrachtete Katharina ihrerseits ihn vielmehrals Einen, der die bewiesene Gunst mißbrauche, denn als einenMann, dessen Zartgefühl ihn tolcher Gunst würdig mache.
Aber es lebte in Beider Busen eine wechselseitige Zunei-gung, welche am Schlüsse des Streites gewiß wieder erwa-chen und das Mädchen veranlassen mußte, die Verletzung ih-res Zartgefühls, so wie den Liebhaber, seine verschmähteWärme der Leidenschaft zu vergessen.
Siebentes Kapitel.
Der Streit läßt künftig einmal Blut vergießen.
Heinrich IV. Erster Theil.
Das Conclave der Bürger, die sich versammeln wollten,um den Auslauf der vorigen Nacht zu erforschen, war nun bei-sammen. Das Arbeitszimmer Simon Glovers war gedrängtgefüllt von Personen bedeutenden 'Ansehens, deren einge schwarzeSammtkleider und goldene Ketten am Halse trugen. Siewaren allerdings die Väter der Stadt, und es befandcu sichBailies und Stadtvögte in ihrer Mitte. Es lagerte eine er-