wirklich so lieb hat, wie Du vorgibst, lebendig sein sollte, wieeine Lerche?"
„Ach, Vater!" crwiederte der niedergeschlagene Liebhaber,„es steht Etwas auf ihrer Stirn geschrieben, was mir sagt,sie liebe mich wohl genug, um meine Valentine zu sein, vor-züglich da Ihr es wünscht — aber nicht genug, um meinWeib zu werden."
„Ei, daß Dich die Pest, Du kalter Bursche, der kein Herzhat," antwortete der Vater. „Ich kann eines Weibes Stirnso gut und besser als Du lesen, und ich sehe von jenen Din-gen nichts auf der ihrigen. Was, zum Henker, Mensch! Dulagst wie ein Lord im Lehnstuhl, in so tiefem Schlafe, wie einRichter, während Du als ein feuriger Liebhaber munter nachOsten gespäht hättest, um den ersten Sonnenstrahl zu erwarten.Aber dort lagst Du jedenfalls schnarchend, und dachtest wederan sie noch sonst Etwas; und das arme Mädchen steht mitTagesanbruch auf, damit ihr Niemand den kostbaren, wachsa-men Valentin wegschnappen möchte, und sie weckt Dich miteinem Kusse, der, so wahr mir St. Macgrider helfe, einemAmbos Leben eingehaucht hätte; aber Du erwachst, um zuächzen, zu klagen, zu seufzen, als ob sie ein glühend Eisenquer über Deine Lippen gezogen hätte! Ich wünschte bei St.John, sie hätte die alte Dorothee statt ihrer geschickt undDich zum Valentin dieses Bündels dürrer Gebeine verpflich-tet, das keinen Zahn im Munde hat. Sie wäre die besteValentine von ganz Perth für einen so feigen Kampfhahn vonLiebhaber gewesen."
„Was den feigen Kampfhahn betrifft," antwortete derSchmied, „so gibts wohl zwanzig gute Hähne, deren Kämmeich rupfte und die Dir sagen können, ob ich mich besiegen ließoder nicht. Aber der Himmel weiß, daß ich mein Stück Feld,