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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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verabredete Bewegung auf ihn zukamen, um ihm den Weg zuvertreten; das unvollkommene Licht ließ ihn nur unterscheidendaß sie das hochschottische Gewand trugen.

Räumt den Weg, Räuber," sagte der Waffenschmied mitder tiefen Stimme, welche der Breite seiner Brust entsprach.

Sie antworteten nicht, zum wenigsten nicht verständlich,aber er konnte sehen, daß sie ihre Schwerter zogen, in der Ab-sicht ihm Gewalt entgegenzusetzen. Etwas Schlimmes vermu-thend, ohne die Art desselben recht zu ahnen, entschloß sichHarrp sofort, sich auf jeden Fall Bahn zu brechen und seineGeliebte zu vertheidigen, oder wenigstens zu ihren Füßen zusterben. Er schlang seinen Mantel als Schild um seinen lin-ken Arm und trat rasch und fest auf die beiden Männer zu.Der nächststehende führte einen Hieb gegen ihn, aber Heinrich,den Schlag mit dem Mantel parirend, schlug dem Menschenins Gesicht und wußte ihn zu gleicher Zeit auf die Straßeniederzuwerfen; fast im nämlichen Augenblick streckte er denBurschen, der ihm zur Rechten stand, mit einem Hiebe seinesJagdmessers nieder, so daß er zu seinem Gefährten zu liegenkam. Inzwischen eilte der Waffenschmied unruhig vorwärts,wozu er guten Grund hatte, da die Straße von Fremden be-wacht oder vertheidigt war, die sich solche Gewalthaten erlaub-ten. Er hörte ein leises Flüstern am Hause des Handschuh-machers und gerade unter dem nämlichen Fenster, wo er gehoffthatte, Katharina zu erblicken und sich das Recht, ihr Valentinzu werden, zu erwerben. Er hielt sich auf der andern Seiteder Straße, um die Anzahl und die Absichten derer, die sichhier befanden, zu erforschen. Aber einer von ihnen, die un-ter dem Fenster waren, hatte ihn gesehen oder gehört, lief, weiler ihn vcrmuthlich für eine der beiden Wachen hielt, über dieStraße auf ihn zu und sagte mit halbunterdrücktcr Stimme:

Mädch. v- Perth. I. 5