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nicht denken, wie er's angreifen wird, seine Tochter an's Fen-ster zu bringen. Ich fürchte, wenn sie seine Absicht wüßte,würde es Schwierigkeit haben, sie zu erreichen."
Während diese Gedanken, wie sie einem Liebhaber eigen,durch sein Hirn zogen, mäßigte der Waffenschmied seinen Schritt,oft die Augen gen Osten wendend und das Firmament beobach-tend, wo noch kein leiser grauer Streif erschien, um die Näheder Frühdämmerung zu verkündigen, obwohl sie nicht fern, sodaß es der Ungeduld des rüstigen Waffenschmieds vorkam, alszögere die Morgenröthe diesmal länger als gewöhnlich. Lang-sam ging er an der Mauer der St. Annenkapelle vorüber (wobeier nicht verfehlte, ein Kreuz zu schlagen und ein Ave zu sprechen,während er den geweihten Boden betrat), als eine Stimme,die hinter einem der Kapellenpfeiler hcrvorzukommen schien,sagte: „Er schlendert, da ihm not- thäte zu laufen."
„Wer spricht?" sagte der Waffenschmied, sich umschauendund etwas überrascht über eine in Ton und Ausdruck so un-erwartete Stimme.
„Thut nichts zur Sache, wer spricht," antwortete dieselbeStimme. „Beeile Dich sehr, sonst wirst Du kaum zur rechtenZeit kommen. Verschwende nicht Worte, sondern geh'."
„Heiliger oder Böscwicht, Engel oder Teufel," sagteHarry, sich bekreuzend, „Dein Rath geht mich zu nahe an,um vernachlässigt zu werden. Heiliger Valentin, leih' mirSchnelligkeit!"
So sprechend, vertauschte er alsbald seinen langsamen Gangmit einem, dem wohl Wenige Schritt gehalten hätten, undim Augenblick befand er sich in der Curfewstraße. Er hattenoch keine drei Schritte gegen Simon Glover's Haus gethan,das in der Mitte der engen Straße lag, als zwei Männer, diesich zu beiden Seiten an der Mauer aufgestellt hatten, wie durch