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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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wahr; aber was geht das uns Laien an, mein Sohn? Lei-sten wir unsrer heiligen Mutter Kirche, was ihr gebührt,geben Almosen, beichten, thun die Buße, die uns auferlegtwird, und die Heiligen werden mit uns sein."

Ja, sicherlich; und sie werden ein Einsehen haben," sagteder Schmied,wegen eines raschen und unglücklichen Schla-ges, den ein Mann in einem Kampfe austheilt, wenn er sichzu vertheidigen hat; und das ist das einzige Glaubensbe-kenntniß, mit dem ein Mann in Schottland leben kann, EureTochter mag darüber denken, wie sie will. Wahrlich, einMann muß zu fechten verstehen, oder sein Leben ist nur aufkurze Frist geliehen in einem Lande, wo Schläge so reichlichfallen- Fünf Rosenobel haben mir für den besten Mann, mitdem ich ein Unglück hatte, Sühne bei unserm Altar verschafft."

So laß uns denn vollends unsre Flasche leeren," sagteder alte Handschuhmacher;denn ich höre vom Dominikaner-thurm Mitternacht schlagen. Und nun hör' an, Sohn Harry:sei ganz früh an unserm Fenster, das gen Morgen sieht, undgib mir von Deiner Ankunft ein Zeichen, indem Du leisedie Schmiedcweise pfeifst. Ich will -dafür sorgen, daß Katha-rina zum Fenster heraussieht, und so erhältst Du für den Restdes Jahres alle Vorrechte eines artigen Valentin; wenn Dudiese nicht zu Deinem Vortheil nutzen kannst, so werde ichglauben müssen, daß, wenn Du auch in die Löwenhaut ge-hüllt bist, Dir die Natur doch die langen Obren des Eselsgelassen hat."

Amen, Vater," sagte der Waffenschmied;ich wünsch'Euch herzlich gute Nacht und Gottes Segen auf Euer Dachund diejenigen, die es deckt. Ihr sollt des Schmieds Signalmit dem Hahnenschrei hören; ich werde gewiß den HerrnHellsänger" beschämen."