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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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und Entschlossenheit, aber sonst schienen seine Züge eine mitSchüchternheit gepaarte gute Laune auszudrücken, und deute-ten sichtbar die Freude an, seinen alten Freunden wieder zubegegnen. Abgesehen von dem, nur augenblicklichen, schüchter-nen Ausdruck, war die Stirne Harry Gow's, oder Schmieds(denn so ward er ohne Unterschied genannt), hock und edel,aber der untere Theil des Gesichts war minder glücklich ge-bildet. Der Mund war groß und wohlvcrsehen mit einerReihe fester und schöner Zähne, deren Ansehn mit der Mienepersönlicher Gesundheit und muskulöser Kraft im Einklängestand, welche der ganze Körper anzetgte. Ein kurzer, dichterBart und Schnurrbart, der kürzlich mit einiger Sorgfalt ge-ordnet war, vollendeten das Gemälde. Er mochte das acht-undzwanzigste Jahr noch nicht überschritten haben.

Die Familie schien sehr wohl zufrieden mit dem unerwar-teten Erscheinen eines altenFreundes. Simon Glover schüttelteihm dieHand einmal über's andere, Dorothee machte ihre Kom-plimente, und selbst Katharina bot ihm von freien Stückendie Hand, welche Harry mit seiner kräftigen so fest hielt, alsbeabsichtigte er sie an die Lippen zu führen, aber nachdem ereinen Augenblick gezögert, ließ er davon ab, aus Furcht, seineFreiheit möchte übel genommen werden. Nicht als ob vonSeiten der kleinen Hand, welche in seiner gewaltigen lag, einWiderstand stattgefunden hätte; aber cs mischte sich mit demErröthen auf ihrer Wange ein Lächeln, welches die Verwirrungdes artigen Herrn zu steigern schien. Ihr Vater aber rief,als er seines Freundes Bedenklichkeit sah, frei und offen:

Auf die Lippen, Mensch, auf ihre Lippen! und das ist einAnerbieten, welches ich nicht Jedem machen würde, der meineSchwelle überschreitet. Aber, beim guten St. Valentin (dessenFesttag morgen andricht), ich bin so froh, Dich in der guten