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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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genehmen Gedanken erweckt, faßte, weil er sich vorsätzlich be-leidigt glaubte, den jungen Mann an der Brust, schlug ihn undwarf ihn unsanft zurück. Conachar stolperte und hielt sich mitMühe aufrecht; dann fuhr er mit der Hand an die Seite, alssuchte er dort einen Degen oder Dolch an der üblichen Stelle,machte, als er keinen von beiden fand, eine Geberde der Wuthund Erbitterung und ging in die Kirche. Inzwischen blieb derjunge Ntiter, die Arme über die Brust gekreuzt, stehen, undlächelte mit Verachtung, als wolle er seiner drohenden MieneHohn sprechen. Nachdem Conachar verschwunden war, zogsein Gegner den Mantel dichter zusammen, so baß er sein Ge-sicht noch mehr verhüllte und gab, indem er einen seiner Hand-schuhe obzog, ein Zeichen. Sofort traten zwei Andre zu ibm,die, gleich ihm vermummt, in einiger Entfernung seines Be-fehls gewärtig gewesen. Sie begannen ein lebhaftes Gespräch,worauf der junge Edle sich nach der einen, seine Freunde oderDiener nach der andern Seite entfernten.

Simon Glover hatte, bevor er die Kirche betrat, einenBlick auf diese Gruppe geworfen, sodann aber seinen Platz unterder Gemeinde eingenommen, ehe sie sich getrennt hatten. Alser niederkniete, schien seme Miene anzudeuten, daß ihm eineschwere Last auf dem Herzen ruhe; als aber der Gottesdienstbeendigt war, erschien er frei von aller Sorge, als hätte ersich und seinen Kummer der Fügung des Himmels anheimge-stellt. Das Hochamt wurde feierlich gehalten, und eine großeZahl Herren und Damen von hohem Rang war dabei anwesend.Man halte zum Empfang des guten alten Königs selbst daSNöthige veranstaltet, allein ein Unwohlsein hatte Robert III.verhindert, der Messe beizuwohnen, wie er sonst pflegte. Alsdie Versammlung auseinander ging, blieb der Handschuhmachermit seiner schönen Tochter noch eine Weile in der Kirche, um