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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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alles Vorurtheil behaupten dürfen, Perthshire bilde denschönsten Theil des nordischen Königreichs. Es ist schon langeher, daß Lady Mary Wortley Montague, mit all' dem vor-trefflichen Geschmack, welcher ihren Schriften eigen ist, dieMeinung aussprach, daß der interessanteste Theil jedes Landesund welcher die mannigfachsten Schönheiten natürlicher Sce-nerie in höchster Vollkommenheit bietet, derjenige sei, wo dieBerge sich auf die Ebene oder das flache Land absenken. Diemalerischsten, wenn auch nicht die höchsten Berge, findet mangleichfalls in der Grafschaft Perth, die Flüsse finden ihre Bahnaus der Bergregion über die wildesten Abhänge und durchdie romantischsten Thäler, welche das Hochland mit der Ebeneverbinden. Außerdem mischt sich die Vegetation eines glück-licher» Himmelstrichs und Bodens mit den großartigen Merk-malen einer bergigen Landschaft, und Wälder, Haine undDickichte umsäumen verschwenderisch den Fuß der Hügel, stei-gen die Schluchten empor und verbinden sich mit den Spitzen.In so begünstigten Gegenden ist es, wo der Reisende dasfindet, was der Dichter Gray oder irgend ein Andrer dieim Schooße des Schreckens liegende Schönheit" nannte.

Ebenfalls ihrer vortheilhasten Lage wegen besitzt diese be-günstigte Provinz eine Mannigfaltigkeit der angenehmsten Art.Ihre Seen, ihre Wälder und Berge können an Schönheit mitAllem wetteifern, was das Hochland bietet; während Perthshiremitten unter der romantischen Scenerie und in einigen da-mit zusammenhängenden Thcilen viele fruchtbare und wohn-liche Striche umschließt, die mit dem Reichthum des lustigenEngland selbst wetteifern können. Das Land war auch derSchauplatz vieler denkwürdiger Thaten und Ereignisse, theilsvon geschichtlicher Wichtigkeit, theils für den Dichter und Ro-mantiker anziehend, obwohl nur aus volksthümlicher Uebcr-